Wie alles begann

Zur Dortmund Welthundeausstellung 2003… wie alles begann!

We have a dream…..

Wir hatten schon immer Hunde in unseren Familien, verschiedene Rassen, ich selber bekam im Jahre 1972 einen Schäferhund, meinen Asco ein treuer Freund für ein Hundeleben. 1977 bekamen wir eine Teckelhündin Janka dazu, die Beiden waren ein Herz und eine Seele. Janka hatte 1980 einen Wurf mit 6 Rüden, aus diesem Wurf blieben Addy und Asterix bei uns, so das bei uns immer „remmi-demmi“ war, Langeweile kannten wir nicht. 1982 ging mein Asco leider über die Regenbogenbrücke, ein einzigartiger Partner, danke Asco.

Im Jahre 1983 hatte Janka noch einen Wurf, in dem eine Hündin war, in die ich mich verliebte, also: Bonny mein Knopfauge blieb bei uns, so war eine Viererbande wieder komplett.

Asterix ging Anfang 1996 über die Regenbogenbrücke.

Dez. 1996 kam Inka zu uns so das Bonny und Addy ihr noch etwas zeigen konnte, nicht nur Gutes!!!

Anfang 1999 ging Bonny über die Regenbogenbrücke.

Addy war bis 2002 der Herr im Haus von Inka akzeptiert bis er nach einem erfülltem Leben im Alter von 19 Jahren über die Regenbrücke gehen musste.

Inka war alleine mit uns.

Wann ich zum ersten mal träumte, mit Hund und Wagen Wanderungen zu machen, weiß ich heute nicht mehr, aber 1997 bei dem Aktivtag der Landesgruppe Westfalen auf dem Gutshof der Familie Stegemann sah ich zum ersten Mal Zughunde in natura.

Irmgard und Heiko Klug zeigten mit ihren Bernern das Wagenziehen.

Ich war begeistert, vor allen Dingen, mit welch Freude und  Begeisterung die Hunde bei der Arbeit waren. Während des Ziehens bewegte sich die ganze Zeit freudig die Rute.

Man machte mich mit Familie Klug bekannt und schon war der Kontakt hergestellt. Von diesem Zeitpunkt an blieben wir in stetiger Verbindung, so dass ich regelmäßig Hilfe und Tipps von Familie Klug bekam.

Aber was nutzen die besten Tipps wenn die Praxis fehlt, ich brauchte ein Geschirr und einen Wagen und zwar preisgünstig. Unsere Landesgruppe hatte ein Geschirr mit Wagen. So konnte ich mir Geschirr und Wagen ausleihen und einmal versuchen was unsere Inka dazu „sagen“ würde.

Ich war überrascht, Inka stellte sich als Naturtalent heraus, sie zog erst den Reifen und schon sehr schnell mit Begeisterung Wagen, als wenn sie nie etwas anderes gemacht hätte, Sie wurde sogar etwas eifersüchtig und behielt stehst den Wagen im Blick, wenn ein anderer Hund „ihren Wagen“ zog. Inka machte uns ihr Anlernen leicht, verzieh uns unsere Fehler, die wir beim Anlernen machten, und zog bis zum Schluss voller Begeisterung alle Arten von Wagen: Einspänner, mit ihrer Halbschwester Neele  die 1999 zu kam, Doppelspänner und auch Mehrspänner mit anderen Hunden.

„Danke Inka“.

Es dauerte nicht lange und einige Hundefreunde bekamen von den Zughundaktivitäten etwas mit, zeigten Interesse und schlossen sich uns an.

Horst Tschentscher, Landesgruppenvorsitzender der Landesgruppe Westfalen und Organisator des Sennenhundspazierganges in der Haard, hörte von uns und da auch er Interesse am Wagenziehen hatte und es mit seiner GS Hündin ausprobieren wollte, machte er den Vorschlag, sich einmal im Monat, morgens vor dem Sennenhundspaziergang zum Wagenziehen zu treffen.  Der „Zughundetreff Oer – Erkenschwick“ war geboren und die Gruppe wurde langsam größer.

Da man im SSV nicht genau wußte, wie mit den Zughunden gearbeitet wird und keinerlei medizinische Erfahrungen vorlagen, war man in punkto Zughundearbeit sehr zurückhaltend, um mit dem Tierschutz nicht in Konflikt zu kommen und so genannten „Tierschützern“ keinen Angriffspunkt zu bieten.

Die Jubiläumsveranstaltung 2000 in Hünxe schien für die Gruppe von Zughundeleuten, die sich mit der Zeit in Oer-Erkenschwick zusammengefunden hatten und regelmäßig trafen, der geeignete Zeitpunkt zu sein, dem Vorstand die Zughundearbeit zu präsentieren.

Kurz gesagt, die Vorführung wurde ein voller Erfolg, selbst ein großer Regenguß konnte den Zwei- und ihren Vierbeinern nicht den Spaß an der Vorführung nehmen..

Die Begeisterung der Zuschauer entlud sich in tosendem Applaus und belohnte die Aktiven für ihre Bemühungen.

Waren zu Anfang der Vorführung die anwesenden Vorstandsmitglieder noch sehr skeptisch, so schien sie die Vorführung mit den freudig arbeitenden Hunden überzeugt zu haben und sie gaben grünes Licht für die Zughundearbeit, unter der Voraussetzung, dass bei der Zughundearbeit die Gesundheit und das Wohl des Hundes im Vordergrund steht, – so wie es auch heute noch sein muß, verlangt wird und unser oberstes Gebot ist. –

Dass nicht jeder Hund von Anfang an ein begeisterter Zughund, geschweige ein Naturtalent ist, und man mit viel Fingerspitzengefühl an die Sache herangehen muss oder auch eventuell die Zughundearbeit ganz aufgeben muss, merkten wir an unserem zweiten Bernermädel Neele.

Neele konnte zwar, aber wollte nicht. „Warum soll ich arbeiten, lass die Anderen und besonders Inka doch ziehen“ schien unser kleiner Sturkopf zu denken. Na gut, nicht jeder ist ein Zughund, so soll es eben sein.

Im Jahre 2001 war es soweit, die erste Zughundevorführung im Ehrenring bei der großen VDH Veranstaltung in den Dortmunder Westfalenhallen wurde gezeigt.

Auch diese Vorführung wurde ein voller Erfolg, so daß wir von nun an regelmäßig vom VDH eingeladen wurden.

Noch etwas passierte bei der ersten Vorführung, Neele wurde nervös, die Atmosphäre am Ehrenring übertrug sich auf Neele „alle dürfen in den Ring, dürfen ziehen, warum ich nicht?“ Als Annelie, meine Frau, ihr das Geschirr hinhielt, sprang sie regelrecht hinein. Der Knoten war geplatzt, unsere Neele war ein Zughund.

Zwar blieb Neele ihr Leben lang ab und zu mal ein kleiner sturer Esel, wenn es um das Arbeiten (auch auf dem Ausbildungsplatz) geht, aber wir haben viel Spaß zusammen und hat unser Leben bereichert.

Wir sollten immer bedenken, dass unsere Hunde keine gefühllosen Maschinen sind.

Auch bei mir bewirkte die Atmosphäre bei den Aufführungen etwas, der Wunsch unsere Zughundearbeit auf der Welthundeausstellung 2003 zu zeigen. Es wurde mein Traum.

Der Traum wurde war, der VDH lud uns zur Welthundeausstellung 2003 in Dortmund ein.

Die Zughundegruppe im Show Ring, die Atmosphäre, die Zuschauer, ein einmaliges Erlebnis, kaum mit Worten zu beschreiben.

Den schönsten Dank bekamen wir, wenn wir in die Augen der Kinder und Erwachsenen blickten; die Kinderaugen leuchteten, nein sie strahlten wie große Sterne und die Augen der Erwachsenen schimmerten verdächtig. Eindrucksvoller als mit dem Abschlußbild, der Sechsspänner mit dem Erdball, die anderen Gespanne im Kreis um den Wagen mit freudig winkenden Kindern darin, konnte man nicht das Motto des VDH´s „wir gehören zusammen“ darstellen.

Danke all Denen, die uns nach unserer Abschlußvorstellung hinter der Bühne, ihre Begeisterung mitteilten. Für mich wird die Welthundeausstellung Dortmund 2003 immer einen besonderen Platz in meinem Herzen behalten; alle Beteiligten, Zwei- und Vierbeiner werden unvergesslich bleiben.

Aber natürlich hätte ich meinen Traum nicht alleine verwirklichen können.      Es war ein langer Weg bei dem viele Hundefreunde mit ihren Begleitern geholfen haben.

Leider haben uns unsere Weggefährten schon verlassen müssen um über die Regenbogenbrücke zu gehen, uns bleiben dadurch unsere beiden Mädels Inka und Neele in besonderer Erinnerung.

Zum Schluss, ein spezielles Dankeschön an meine Frau Annelie, die mich die ganze Zeit unterstützt hat in der Zughundearbeit und an meine beiden Spatzel, den Bernermädeln Inka und Neele.

Danke!!

Ich hoffe, daß wir alle mit unseren treuen Begleitern welche wir zur Zeit bei uns haben, noch einige Jahre gemeinsam Spaß an dieser und auch anderen Tätigkeit haben. Leider ist ein Hundeleben viel zu kurz.

Es ist doch schön, wenn man Träume noch leben kann.

gez. Hans-Theo Pieper

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